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Stolpersteine in Ovenstädt

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“

Am 12. März 2011 wurden in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, der Kulturgemeinschaft und dem Arbeitskreis "Alte Synagoge Petershagen" zwei Stolpersteine für Rieke und Hermann Mendel in Ovenstädt verlegt.

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Rieke und Hermann Mendel

Stolpersteine sind kleine, quadratförmige Pflastersteine, versehen mit einer 10x10 cm großen Messingplatte. Darauf eingraviert sind nach der Überschrift „Hier wohnte“ der Name eines Opfers des Naziregimes, die Lebens- und Todesdaten, der Deportations- und Todesort sowie der Todesursache, soweit ermittelbar. Vertreten sind alle Opfergruppen.
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Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt von dem Künstler Gunter Demnig, der den Menschen, die von den Nazis zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückgeben wollte. Daher betrachten wir jeden einzelnen Stein als ein kleines, individuelles Mahnmal für sich und alle Stolpersteine zusammen als ein großes, dezentrales Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus insgesamt. Es wurden seit dem Jahr 2000 insgesamt über 20.000 Stolpersteine in über 480 Orten verlegt - hauptsächlich in Deutschland, aber auch in den Belgien, Niederlanden, Österreich, Polen, Ungarn, Tschechien und der Ukraine.
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Der heutige 64 jährige Enkel Ralph aus Israel berichtet:
Die Familie Mendel ist um 1830 nach Ovenstädt gekommen. "Unsere Großeltern lebten hier bis zu ihrer Deportation 1942.
Hermann Mendel war zweimal verheiratet. Seine erste Frau Rosalie starb im Alter von 34 Jahren an einer Infektion und wurde in Petershagen beerdigt.
Hermann Mendel und seine zweite Frau Rieke wohnten in dem Haus Ovenstädt Nr.58. Sie hatten dort ein Manufakturwarengeschäft und kümmerten sich auch um die Felder, die hinter dem Haus waren.
Die sieben Kinder hießen Erich, Erna, Alwin, Hertha, Herbert, Werner und Gerhard. Anfang Januar 1939 wurde der Familie Mendel verboten, weiter ihr Geschäft zu führen.

Hermann und Rieke Mendel wurden im August 1942 nach Theresienstadt und von dort nach Treblinka verschleppt, wo sie ermordet wurden.



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Im Beisein der Familie Mendel wurden am 12. März 2011 die beiden Stolpersteine vom Künstler Gunter Demnig verlegt.
Eine Ausstellung mit Dokumenten der Familie Mendel wurde im Martin-Luther-Haus gezeigt.




Die Familie Mendel mit Pastor Goldstein bei ihrem Besuch in Ovenstädt.
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